So leben unsere Tiere

safaripark tierkinder 2015 7Im Zoo Safaripark haben Mensch und Tier ein Miteinander gefunden, das von gegenseitigem Respekt getragen wird. Wir haben Verantwortung übernommen für jedes einzelne Tier, das in unserer Obhut lebt, und das sind fast 600 Tiere, 23 Arten, plus Eclyse – das Zebroid. Einzigartig, halb Zebra und halb Pferd, unsere wunderschöne Diva.

Wir haben Lebensräume geschaffen, die der natürlichen Umgebung der Tiere so weit möglich angepasst sind und die den Bedürfnissen der Tiere Rechnung tragen. Das weite Steppenareal zum Beispiel, in dem sich Huftiere frei bewegen können. Die überschaubare Zooanlage für unsere Nashörner – beide sind hochbetagte Senioren und nicht mehr wirklich gut „zu Fuß“. Hier, im Zoobereich, genießen sie ihren Lebensabend.

Die Breitmaulnashörner sind wie viele andere unserer Arten in ihrer Heimat massiv vom Aussterben bedroht.

Etwa 50 große Raubkatzen, weiße und braune Löwen, weiße Tiger und Geparden leben im Zoo Safaripark. Unser Zoo hält die größte Anzahl von Großkatzen in Deutschland. Wir haben jahrzehntelange Erfahrung im Umgang  mit diesen faszinierenden Tieren. Seit 1969, dem Jahr der Eröffnung des Safariparks, leben unsere Raubtiere mehrheitlich in riesigen Freigehegen, so groß, dass der Besucher mit dem eigenen Auto oder dem Bus auf „Safari“ geht, um die Tiere ganz nah erleben zu können.

loeweMehr als 1000 Kilo frisches Rindfleisch fressen unsere Raubkatzen pro Woche. Die Geparden bekommen außerdem Huhn und Kaninchen. Die Tiger und Löwen werden zusätzlich mit Innereien gefüttert. Das Fleisch wird wöchentlich frisch angeliefert und in unserem eigenen Kühlhaus gelagert und portioniert.

Obst, Gemüse und verschiedene Getreidesorten… daraus bereiten wir in unserer Futterküche die „Mahlzeiten“ für unsere Huftiere und Elefanten zu.

Raufutter, also Heu, gehört zu den Grundnahrungsmitteln. Fast 200 Tonnen Heu pro Jahr verbrauchen wir, ca. 90 Tonnen Stroh und außerdem Sägespäne als Einstreu.  Heu und Stroh kommen von Landwirten aus der Umgebung. Ausnahme: Die Luzerne für unsere Giraffen, eine Heuart, die wir aus dem Schwarzwald beziehen.

Die Dickhäuter beginnen ihren Tag mit einem Müsli – jede der Elefantenkühe bekommt einen großen Kübel. Mehlwürmer sind das Lieblingsessen unserer Erdmännchen. Dazu kommen: hart gekochte Eier für unsere Berberaffen,  verschiedene Sorten Pellets für die unterschiedlichen Tierarten,  getrocknete Himbeerblüten für die Giraffen… Jede der Arten hat seine eigene „Speisekarte“.
Wir können auch an dieser Stelle nicht alle Fragen rund um unsere Tiere beantworten, sondern nur einzelne Aspekte aufgreifen und Themen anreißen. Wenn Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie uns gerne eine Mail an info@safaripark.de

 
 

INFO

Der Safaripark ist nach EU-Richtlinien als Zoo zertifiziert. Aufsichtsbehörde ist das Umweltministerium in Düsseldorf, vertreten vor Ort durch das Veterinäramt des Kreises Gütersloh. Vertreter dieser Behörde finden stets offene Türen vor und besuchen den Zoo regelmäßig. Darüber hinaus werden die Tiere von einem erfahrenen und kompetenten Tierarzt betreut und versorgt. Pflege, Fütterung, Einschätzung obliegt unseren Tierinspektoren und den Tierpflegern.

Die Löwen – drei Rudel leben im Zoo Safaripark. Zwei davon haben je ein großes Areal in der Safarilandschaft zur Verfügung und können sich hier frei bewegen. Das dritte Rudel lebt in einer Anlage mit Podesten, Felsen, Sand und Wiese im Zoobereich. In jedem Bereich gibt es Löwenhäuser mit Vorgehegen. In den Vorgehegen sind die Löwen genau zweimal am Tag für wenige Minuten. Am Morgen, wenn sie aus dem Haus kommen, bevor sie auf die Freianlage gelassen werden und am Abend, wenn sie von der Freianlage kommen und wieder ins Haus gehen. Der Ein- und Ausgang führt über diese Vorgehege. Manchmal bleibt der Löwenmann für eine längere Zeit im Vorgehege, wenn ein Weibchen rollig ist. Dann aber ist er frühmorgens im Freigehege. Von Zeit zu Zeit sind auch Babylöwen oder Junglöwen  im Vorgehege. Dann handelt es sich um einen Eingewöhnungsprozess, einen Prozess des Kennenlernens der Außenanlage. Nach wenigen Tagen gehen diese Tiere dann zum ersten Mal auf die Freianlage, erst für kurze Zeit, dann werden die Zeiträume behutsam verlängert.

Die weißen Löwen & weißen Tiger- Der Zoo Safaripark züchtet mit Sachverstand und Verantwortung, entweder für den Eigenbedarf oder um Tiere auf Anfrage abzugeben.  Im Zoo Safaripark halten wir weiße und normalfarbene Löwen. Tiere, die miteinander verpaart werden, stammen aus unterschiedlichen Linien.  Durch das Einkreuzen von braunen Tieren (wiederholt in den Linien, auch in den Linien der Vorfahren) erweitert sich der Genpool, der zur Zucht zur Verfügung steht um ein Vielfaches. Und das gilt auch für unsere weißen Tiger. Wie bei den weißen Löwen ist die Fellfarbe hier - vereinfacht gesagt - eine „Laune der Natur“. Verantwortlich ist ein letztendlich rezessives Gen. Die Zucht mit den weißen Raubkatzen bedarf großer Sorgfalt und Kenntnisse über Linien und Stammbäume. Der Zoo Safaripark verfügt über dieses Wissen, hat Kontakte zu Züchtern weltweit. Natürlich freut sich jeder Zoo, besondere Tiere halten zu dürfen. Wir freuen uns besonders darüber, dass unsere Löwen und Tiger, auch die weißen, gesund sind.

Die Steppentiere – Zebras, Giraffen, Gnus, Oryx-Antilopen, Elen-Antilopen, Kamele, Dromedare und Gnus… sie dürfen sich hier frei bewegen. Unsere Tierpfleger erkennen sehr genau, viel eher als der Besucher, wenn im Bereich der Steppe Unstimmigkeiten drohen. Zebras, zum Beispiel, attackieren gern Jungtiere anderer Arten. Hier intervenieren die Tierpfleger –berberaffen zum Schutz der Tiere. Ein junges Gnu hat sich von seiner Herde entfernt, läuft am Zaun und Sichtschutz entlang. Es wird vom Tierpfleger zu seinen Artgenossen zurück gebracht hat, weil er erkennt, dass es seine Herde sucht und Stress hat. Die Tierpfleger füttern die Tiere übrigens auch vom Auto aus. Der verlängerte Arm unserer Tierpfleger ist ein Stock oder eine Peitsche. Das bedeutet: Der Tierpfleger kann mehr Abstand halten, wenn es denn im Notfall gilt, ein Tier lenken zu müssen. Fluchttiere erkennen diesen „verlängerten Arm“ eher als nur die Hand. Jeder kennt das von der Arbeit mit Pferden.

Die Berberaffen - sie dürfen gefüttert werden. Mit Pellets, die geeignet sind und die man im Zoo Safaripark kaufen kann. Leider obliegt es uns nicht, in jedem Einzelfall darauf zu achten, dass unsere Besucher sich an diese Regeln halten.  Ein Problem, das es auch im Streichelzoo, übrigens nicht nur im Zoo Safaripark gibt. Leider. Die Affengruppe steht – wie alle anderen Tiere natürlich auch – unter tierärztlicher Aufsicht. Unsere Affengruppe ist glücklicherweise gesund.

Austausch und Abgabe von Tieren - wir geben Tiere ab, ebenso wie wir neue Tiere zukaufen oder mit anderen Zoos Tiere tauschen. Innerhalb Deutschlands, innerhalb Europas und auch über Europa hinaus. Die Abgabe von Tieren wird begleitet (und ggf. genehmigt) durch das Bundesamt für Naturschutz. Bevor eine Exportgenehmigung erteilt wird, muss seitens des neuen Halters nachgewiesen werden, dass er befähigt und berechtigt ist, diese Tiere zu halten.

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